Auf einem Kassenrezept darf ein Arzt maximal drei Medikamente verordnen. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten des verschriebenen Präparates bis zu vier Wochen nach dem Tag der Ausstellung. Danach lässt sich das Rezept noch zwei Monate lang als Privatrezept verwenden – das heißt, der Patient kann es in dieser Zeit noch in der Apotheke einlösen, muss die Kosten für das Medikament dann aber komplett selbst übernehmen. Seit dem 1. März 2020 dürfen Ärzte auch Wiederholungsrezepte ausstellen. Es ermöglicht die viermalige Belieferung innerhalb eines Jahres und soll Laufwege für Patienten und Zeitaufwand für Ärzte einsparen. Da das Abrechnungsverfahren noch nicht geklärt ist, ist der Deutsche Apothekerverband (DAV) der Auffassung, dass Ärzte solange keine Wiederholungsrezepte ausstellen sollten[8] und rät Apotheken von der Belieferung ab, bis die Klärung erfolgt ist. [9] Privatrezepte werden in erster Linie für Patienten mit einer privaten Krankenversicherung ausgestellt. Ein Arzt kann aber auch einem gesetzlich Versicherten ein Privatrezept für ein verschreibungspflichtiges Medikament geben, wenn die Kosten für das Präparat nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. Das gilt zum Beispiel für die “Pille” sowie Mittel gegen Haarausfall und Potenzstörungen. Der Patient muss solche Medikamente selbst bezahlen. Ein Privatrezept ist ein Formular, über das der Arzt ein Arzneimittel oder Heilmittel an einen Patienten verschreibt.

Eine Ausstellung eines Rezeptes (auch Verschreibung genannt) ist nötig, da bestimmte Medikamente rezeptpflichtig sind. Das heißt, diese Medikamente dürfen nur vom Patienten bezogen werden, wenn der Arzt diese verschrieben hat. Bei einem Privatrezept muss der Patient die Kosten zunächst selbst tragen, kann sie aber anschließend bei seiner privaten Krankenkasse einreichen. Bei einem Kassenrezept hingegen werden die Kosten (teilweise) direkt von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Gesetzlich versicherte Personen müssen Privatrezepte selbst zahlen und bekommen das Geld in der Regel nicht erstattet. Beim Kassenrezept zahlt der gesetzlich versicherte hingegen nur den gesetzlich vorgeschriebenen Anteil. Den Rest übernimmt die Krankenkasse automatisch ohne zutun des Patienten, d.h. es müssen keine Quittungen oder Rezepte eingereicht werden. Ein Rezept ist die formelle, schriftliche Aufforderung eines Arztes, Zahnarztes, Tierarztes oder Heilpraktikers an die Apotheke zu einer Belieferung mit Arzneimitteln oder Hilfsmitteln. Heilpraktiker sind nicht berechtigt, verschreibungspflichtige Arzneimittel zu verordnen. Die Apotheke unterliegt dem Kontrahierungszwang und muss die Verordnung in angemessener Zeit beliefern. Ergeben sich jedoch pharmazeutische Bedenken, Unklarheiten, Anhaltspunkte für Irrtümer, oder besteht ein Verdacht auf Arzneimittelmissbrauch oder Rezeptfälschung, so darf die Verordnung nicht beliefert werden, ehe die Unklarheiten beseitigt sind.

Rezepte im Sinne der Arzneiverordnung sind Urkunden. Somit können eigenmächtige Änderungen als Urkundenfälschung geahndet werden.

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